kino.to für (Wiener) UPC Kunden nun wirklich gesperrt (Updated)

Dieser Beitrag wurde vor 7 Jahren, 2 Monaten veröffentlicht und ist daher möglicherweise nicht mehr auf den neuesten Stand.

UPDATE: kino.to wurde von der Polizei vom Netz genommen, daher ist diese Seite für niemanden mehr erreichbar und daher nutzen auch die (unten beschriebenen) Umgehungsmöglichkeiten (Proxy, TORproject, etc.) nichts mehr.  – Mehr Informationen hier

Wer bereits versucht hat die Seite kino.to zu betreten, wird festgestellt haben, dass die Seite nun nicht mehr erreichbar ist (seit 27.05.2011).
Es ladet ewig und anschließend kommt die Meldung dass die Seite nicht erreichbar ist.

Als Ersatzdomain hat der Betreiber von kino.to bereits moviestream.to eingerichtet, das ist exakt die selbe Seite, nur eben eine andere Domain, diese ist nicht gesperrt. Und wenn die VAP diese sperren möchte, wäre es vermutlich wieder ein langwieriger Aufwand (immerhin hat es mehr als 6 Monate gedauert, bis das (vorübergehende) Urteil gesprochen wurde).
Natürlich kann man auch das TORprojekt oder andere/ähnliche Dienste verwenden, sollte man auf die Idee kommen noch mehr Seiten zu sperren.

Die Sperre betrifft nur Wiener UPC Kunden (Nur Kabelkunden, Inodekunden sind davon nicht betroffen), da die Klage auch nur gegen die Wiener UPC ging und nicht gegen die Bundesländer, somit muss die UPC nur den Zugang für die Wiener Kunden sperren. Zum Glück jedoch, haben die VAPler zu wenig Ahnung von der Materie, denn die Sperre kann schnell umgangen werden, bzw. wurde schon umgangen (durch die Ersatzdomain) – Und dies ist vollkommen legal.

Ende Gut, alles Gut?
Nein, noch nicht. Hier muss man jetzt abwarten, nachdem die UPC sich hier natürlich zu Wehr setzen wird, muss man gespannt abwarten, was dabei rauskommt. Ich bin davon überzeugt, dass die Klage fallen gelassen wird und die Sperre wieder aufgehoben wird.
Die VAP erzeugte mit dieser Klage einen Präsedenzfall und wird damit auch scheitern.
Mir persönlich ist die Seite kino.to vollkommen egal, es geht viel mehr um das Prinzip, sollten Internetsperren durchgehen (egal ob die Anordnung der Sperre ursprünglich vom Staat oder von einer Firma kommt – alle Sperren oder Zensurmaßnahmen sind widerwärtig und nicht zu akzeptieren), dann ist es nur eine Frage der Zeit bis alle “negativen” Seiten gesperrt wurden. Eine “negative Seite” kann alles sein: Jemand könnte sagen “Die Seite gefallt mir nicht, sperrt’s die” und schon würde sie gesperrt werden. Natürlich würde es eine Weile dauern bis es soweit ist, aber es würde dann keine Grenzen mehr geben, was Sperren angeht.

Und wie man sieht, sind Sperren sowieso komplett sinnlos, denn diese können leicht umgangen werden.
Und von der VAP eine wahre Meisterleistung, denn sowohl die alte, als auch die neue Adresse sind nun Bekannter als je zuvor. – Dass sie soviel Verlust machen ist eben ihr eigenes Verschulden.

Update: moviestream.to:
In den letzten Tagen konnte man beobachten, dass auch moviestream.to öfters nicht erreichbar war, man könnte meinen, dass auch diese Seite bereits gesperrt wurde. Dem ist aber nicht so, da die Seite auch dann nicht erreichbar ist, wenn man die Sperre umgeht. Das heißt der Server der auf kino.to umleitet dürfte einfach nur des Öfteren überlastet sein. Wenn also moviestream.to mal nicht funktioniert, dann einfach später nochmal versuchen.

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