Internetabgabe zahlen, aber dafür straflos up/downloaden dürfen?

Dieser Beitrag wurde vor 5 Jahren, 10 Monaten veröffentlicht und ist daher möglicherweise nicht mehr auf den neuesten Stand.

Die Grünen wollen eine Internetabgabe einführen, die sämtliche Up/Downloads straffrei macht. (PS: Downloads sind in Österreich bereits straffrei, also betrifft dies eigentlich nur die Uploads)

Also eine Pauschalgebühr von 5 Euro im Monat, aber dafür muss man sich nie wieder um das Urheberrecht irgendwelche Gedanken machen und die Künstler hätten auch etwas davon.

Eigentlich keine schlechte Idee, allerdings hat die Sache nur einen kleinen Haken:
Nicht jeder Internetuser lädt Musik/Filme runter (bzw. rauf), daher würden auch komplett “Unschuldige” User davon betroffen sein.

Eine bessere Idee; basierend auf die monatliche Zusatzpauschale (aber freiwillig):

Internetprovider sollten eine Option einführen, die den Kunden 5 Euro im Monat kostet.
Diese Option ist für die Kunden absolut freiwillig.
Jeder Kunde der diese Option bei seinen Internetprovider bestellt hat und somit auch die Pauschale zahlt, darf Musik/Filme, etc. kostenlos hoch- oder runterladen, egal aus welcher Quelle diese Daten bezogen werden.
Somit müssten Kunden, die sowieso nie “illegales” Down/Uploaden keine Extragebühr für Nix bezahlen.
Und Kunden, die diese Option haben, haben die totale Freiheit darüber. Der Provider müsste diese Gebühr (5 Euro) zu 100% an die Industrie/Künstler weitergeben.

Wie würden dann zukünftig die Abfragen zwischen Contentindustrie/Künstler und Provider ablaufen?

Ganz Einfach: Die Industrie durchstöbert ja quasi die Tauschnetzwerke und wenn eine IP-Adresse ein geschütztes Material für Andere zum Download anbietet, kontaktiert sie den jeweiligen Provider dieser IP-Adresse.
Bis zu diesen Punkt ändert sich ja auch nichts, das ist ja bis jetzt auch so der Fall: Die Industrie nimmt einfach nur Kontakt mit dem Provider auf.

Der Provider sieht nach, ob der Kunde dieser IP-Adresse auch die -oben genannte- Option hat.
Hat der Kunde diese Option, dann hat sich das erledigt. Es werden keine Daten des Kunden weitergegeben, da der Kunde den Filetransfer ja mit der Pauschale legal durchgeführt hat.
Hat der Kunde diese Option nicht, so können dann (wie gehabt) eventuelle, weitere (rechtliche) Schritte durchgeführt werden.

Somit müssten nur die Zahlen, die auch wirklich davon Gebrauch machen können.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.