Festplattenabgabe – “Ein Muss!”

Dieser Beitrag wurde vor 5 Jahren, 5 Monaten veröffentlicht und ist daher möglicherweise nicht mehr auf den neuesten Stand.

Kennt ihr schon die Urheberrechtsabgabe auf Festplatten?
Sie soll den Künstlern dienen, aber wir wissen alle, dass die Künstler am Wenigsten davon bekommen würden.

Jedesmal, wenn wir ein Speichermedium kaufen, zahlen wir bereits eine Abgabe darauf.
Kassetten (kauft heutzutage niemand mehr), USB-Sticks (für Alltägliches), SD-Karten (meist für Digikameras, oder Camcorder), CD/DVD-Rohlinge (kann für vieles verwendet werden) und Festplatten (kann ebenfalls für vieles verwendet werden).

Mindestens 4-fach zahlen:
Mal abgesehen von der Kassette, die heute niemand mehr kauft, zahlen wir also mindestens eine 4-fache Urheberrechtsabgabe. – Die Speichermedien, die ich vergessen habe zu erwähnen, oder noch in Zukunft dazu kommen (zB Cloud?), sind hier noch nicht einkalkuliert.

Die Künstler brauchen das Geld
In einigen älteren Köpfen, geht wohl immer noch das Gerücht um, dass diverse Speichermedien ausschließlich nur für illegal erworbene Musik verwendet wird.
Dass auf einer Festplatte aber das Betriebssystem bereits eine Menge Speicherplatz benötigt, sowie diverse Programme, oder eigene Fotos und Videos, daran hat man noch nicht gedacht.

Die Künstler bekamen beim Kauf der Musik-CD (des Films, oder was auch immer), bereits ihr Gehalt von mir, warum soll ich noch 4 mal zahlen?

Das Problem ist, dass das Geld, was ich beim CD-Kauf ausgegeben habe bei diversen Verwertungsgesellschaften “verloren” geht und die Künstler dann letzten Endes nur ein paar Prozent davon bekommen.

Anstatt den eigenen Fans und Kunden noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, sollten Künstler sich an ihre Verwertungsgesellschaft/Labels (oder wer auch immer das meiste davon einsackt) wenden und dort das Gehalt einverlangen.

Wenn dies nicht akzeptiert wird, sollten Künstler von ihren Vertrag zurücktreten und lieber selbst vermarkten, so kann man als Musiker seine Musik inzwischen schon einfach über Amazon, iTunes, Eigene Homepage, etc. anbieten. – Zwar kassieren hier dann iTunes und Amazon einen prozentualen Teil davon, aber immerhin hosten die die Musik ja auch und stellen den Shop, sowie zahlreiche vorhandene und potentielle Kunden zur Verfügung.

Die Werbung kann man heute einfach über Soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ und Twitter machen.
Falls man sich nicht um all das kümmern will, kann man ja noch immer eine Person einstellen, die sich darum kümmert.

Künstler im Internet:

Im Internet ist eigentlich jeder in irgendeiner Form kreativ, ob es nun Musik, Bilder, Texte, oder Videos sind, hat eigentlich schon jeder irgendetwas kreatives bewirkt.
Sollten diese nicht auch etwas von der Abgabe abbekommen?

Theoretisch könnte auch jede Firma, die zB ein Programm entwickelt, eine Abgabe verlangen, da ja hier auch die Möglichkeit besteht, dass diese illegal auf diversen Speichermedien verbreitet werden könnten.

Sogar ich könnte etwas davon abbekommen, immerhin muss ich mich ja fürchten, dass das Bild neben den obigen Absatz illegal auf diversen Speichermedien abgespeichert werden könnte.

Also, her mit der Kohle!

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