Google kauft Twitch (so behauptet man zumindest)

Ich habe lange meine Schnauze gehalten zu diesen Thema und einmal beobachtet, aber schon langsam nervt’s.

„GOOGLE KAUFT TWITCH“

Diese Gerücht hörte ich Anfang 2014 zum ersten mal auf twitch.tv (im Chat), da gab es seltsame Leute, die das im Chat immer wieder gespammt haben (ca. jede Minute) bis sie gebannt wurden, wegen Spam.

Jedoch nichts ist passiert. Google hat Twitch nicht gekauft.

Ja, es ist ein GERÜCHT, nicht mehr und nicht weniger.

Als nächstes hörte ich das Gerücht im Mai 2014, eine der Newsseiten, wo ich darüber etwas las war derStandard, der hat diese Nachricht wiederum von Variety. Die Rede ist von über einer Milliarde US Dollar.
Nichts ist passiert.

Ein drittes mal hörte ich dann im Juli von diesen Gerücht, zB auch auf derStandardGoogleWatchBlogEuroGamer, etc.
Die Info soll von einer „vertrauenswürdigen“ Quelle stammen. Es sei fix und wird in den nächsten Tagen
angekündigt, hieß es in diversen Berichten.
Nichts passierte… (gääääähn, wird schon langweilig…)

TWITCH FÜHRT ÄNDERUNGEN DURCH

Twitch macht ein paar Änderungen: zB wurde justin.tv eingestellt, und Videos mit Copyrightgeschützter Musik werden ebenfalls stumm geschalten.

Die Standardreaktion von Usern lautet: „Das liegt an Google!“

Leute! Twitch wurde von Google nicht gekauft, sonst wäre es schon längst angekündigt worden, das Gerücht ist immerhin schon mindestens 8 Monate alt. Wenn wirklich etwas Wahres dran wäre, wäre es schon längst angekündigt worden, da nur wenige Tage zwischen dem Kauf und der Ankündigung liegen und nicht 8-verdammt-lange Monate!

Hey, eine Zeitung erfuhr aus „interner“ Quelle, dass mein Schwanz 17 Kilometer lang ist, ja, das ist eigentlich unmöglich und wurde auch nicht bestätigt, aber hey, wozu wozu sollten wir über diese Aussage logisch nachdenken, oder warum sollten wir skeptisch sein? Denn in der Zeitungs steht’s, also muss es wahr sein.

Eine weitere Reaktion darauf ist, dass das die Vorbereitungen sein sollen, bzw. die Bedingungen, damit Google Twitch aufkauft. Diese Aussage kann nur von Verschwörungstheoretikern kommen, die wohl alles glauben, was man ihnen erzählt.

  • Wer die vergangenen Übernahmen durch Google in den letzten Jahren beobachtet hat, sollte wissen, dass eine Ankündigung innerhalb von wenigen Tagen (meist am selben Tag, wo der Kauf beschlossen wurde) erfolgt.
  • Wer den Blogeintrag von Twitch gelesen hat, sollte auch gesehen haben, dass es sich beim Urheberrechts“programm“ um einen Drittanbieter handelt, dieser heißt „Audible Magic“ und nicht Google.

    Audible Magic wird unter anderem auch auf Vimeo, Soundcloud, etc. eingesetzt, jedoch nicht auf YouTube.Warum sollte Google ein Tool von einen Drittanbieter verwenden, wenn es ein eigenes System hat?

    Außer Google möchte das als Voraussetzung haben für den Kauf von Twitch, siehe nächster Punkt.

  • Wer Google kennt, sollte auch wissen, dass Google risikofreudig ist und nicht Twitch kauft um gleich einmal als erstes einen Contentfilter zu installieren. Google würde es einmal ohne Contentfilter laufen lassen und abwarten was passiert. YouTube lief auch nach der Übernahme durch Google ohne Contentfilter, Jedoch wurde Google von Viacom geklagt.

    Google hatte nur folgende Auswahl: Die Klage zu verlieren und Geld an Viacom zu bezahlen, bzw. sämtliche IP-Adressen von den Usern, die urheberrechtliches Material angesehen haben an Viacom weiterzugeben, oder einen Schutz einzuführen, der zumindest großen Teil der urheberrechtlich geschützten Materialien filtert. Google entschied sich für den User und daher für das ContentID-System. (Deswegen hat Google dann bei der Klage auch „gewonnen“)

  • Es findet kein Kauf statt, denn wieso schließt Twitch justin.tv? Es hört sich vermehrt nach Ressourceneinsparungen an.

    Wer Google kennt, weiß auch, dass Google gerne „Daten sammelt“ (sehr dehnbarer Begriff), warum also sollte Google es wollen, dass Videos nach X Tagen automatisch gelöscht werden, warum sollten diese nicht für immer bleiben, bis es der User selbst löscht? Google hätte all die nötigen Ressourcen dazu, warum sollten diese also eingeschränkt werden?

Der Contentfilter auf Twitch kam von Twitch und nicht von Google!

WAS HAT MAN DARAUS GELERNT? NICHTS!
Die meisten User reagieren mit einen „Bye-Bye Twitch, Welcome Hitbox„.
Oder anders gesagt, die User reagieren darauf, indem sie zu einen anderen Anbieter gingen, ohne zu wissen, dass auch andere Anbieter -früher oder später- auf ähnliche Systeme setzen werden müssen.

wallmartSouthParkDies erinnert mich sehr stark an eine South Park Episode, wo die Bewohner von South Park einen Wall Mart (das ist ein US-Einkaufszentrum) bekommen, wo sie tagtäglich darin Einkaufen gehen und wundern sich anschließend, warum Wall Mart so mächtig wird.
Die Bewohner entschlossen sich dazu lieber die kleinen Geschäfte zu unterstützen und dort einkaufen zu gehen und brannten Wall Mart ab.
Dadurch, dass alle Bewohner nur noch im kleinen Geschäft einkaufen gingen, wuchs dieses immens, bis es nicht selbst zu einen Konzern wurde. Auch dieses brannten die Bewohner ab, weil es schon „zu groß“ war.
Anstatt dass sie daraus lernten, suchten sie das nächste kleine Geschäft auf und das Spiel fing von vorne an.

Was ich damit sagen will; Die Bewohner von South Park reagierten genau so, wie auch viele User, und andere User liefen -wie Lemminge- hinterher.
Fällt euch bei dieser Geschichte etwas auf?

URHEBERRECHT
Aber um das Thema Urheberrecht noch einmal kurz anzusprechen (längere Version hier):
Ob es einem nun gefällt, oder nicht, aber die Musik in Spielen ist nun mal urheberrechtlich geschützt.
Ja, ich weiß, das ist absolut krank, aber so lange es keine Änderungen im Urheberrecht gibt, werden Videoportale wohl (weiterhin) Maßnahmen ergreifen müssen, um sich davor (vor Klagen) zu schützen, auch dann wenn ein paar Videos geflaggt werden, die das Urheberrecht tatsächlich nicht verletzen, das ist ein Risiko, welches man eingehen muss.

Die meisten Publisher haben kein Problem, dass Videocontent von ihren Spielen auf Twitch gestreamt werden (im Gegenteil!), jedoch gilt dieses „OK“ nicht unbedingt auch automatisch für die inkludierte Musik, die wiederum eine eigene Lizenz benötigt.

Wendet euch an die Politik, wenn ihr dieses Schlamassel ändern wollt.
(Doch so wie es aussieht, wird dies nichts nutzen, da sich die Contentindustrie seeehr weit nach vorne beugt, um ihre Interessen politisch durchsetzen bzw. weiterhin behalten zu können.)

Weinerliche Reaktionen von manchen YouTube Uploader – Teil 2

Anfang Dezember 2013 wurde offensichtlich bei der ContentID-Funktion von YouTube etwas umgestellt.
Ich bin mir sicher, solche Umstellungen oder Anpassungen finden des Öfteren statt, doch dieses mal, sind einfach mehrere User davon betroffen. Hauptsächlich Gamer bzw. Uploader die inGame Videos hochladen.

Wenn ich mir nun so ein paar Reaktionen ansehe, die Video Uploader posten, muss ich mir ehrlich gesagt die Frage stellen, ob die so etwas nicht schon im Vorhinein geahnt haben.

Immerhin verletzen sie ja tatsächlich das Urheberrecht anderer.
Nur waren sie eher weniger davon betroffen, da sie sich in einem MCN (Multi Channel Network) befinden.
Grundsätzlich könnte man sagen, sie bezahlen andere 30%, 40%,… an ihren Werbeeinnahmen an diese MCNs und müssen sich im Gegenzug dafür nie Gedanken, um irgendwelche Urheberrechte machen, da diese Aufgabe der jeweilige MCN übernimmt.

Es scheint nun einwenig anders zu sein als vorher.
Während „normale“ YouTuber (also diejenigen, die keinen Vertrag mit einen MCN hatten) sich schon immer mit dem Thema Urheberrecht auseinander setzen und aufpassen mussten, sind nun auch Uploader in den MCN Gruppen dran (Natürlich nicht alle).

Um nochmal darauf zurückzukommen: Das Uploaden von Content, der nicht dir gehört, ist ein Urheberrechtsverstoß, außer du hast eine (schriftliche) Lizenz dazu.
Selbst wenn der Publisher vom jeweiligen Spiel sein „OK“ dazu gibt, heißt das noch lange nicht, dass der gesamte Content für dein YouTube Video „freigegeben“ ist. Der Publisher kann nur für den eigenen Content sein OK geben, aber nicht für den Content von Drittanbietern.
Spiele enthalten häufig Musik von Drittanbietern.

Ich höre ständig das Argument, dass LetsPlayer und Game Reviewer in den Bereich Journalismus gehören und daher das ganze unter „fair use“, oder ähnliches fällt.
Ähm, Nein!

Nur weil du ein Review zu einem Spiel machen und uploaden kannst, heißt das noch lange nicht, dass du jetzt automatisch ein Journalist bist.
IGN, Kotaku, Destructoid, etc. – DAS sind Journalisten, aber du nicht.

Nicht falsch verstehen, ich sehe das wie die meisten. Das Urheberrecht ist veraltet, so wie eigentlich so ziemlich alle Gesetze auf der Welt, dennoch sollte man jetzt nicht überrascht sein, wenn die eigenen Let’s Plays und Reviews als Urheberrechtsverletzung markiert werden.

Festplattenabgabe – „Ein Muss!“

Kennt ihr schon die Urheberrechtsabgabe auf Festplatten?
Sie soll den Künstlern dienen, aber wir wissen alle, dass die Künstler am Wenigsten davon bekommen würden.

Jedesmal, wenn wir ein Speichermedium kaufen, zahlen wir bereits eine Abgabe darauf.
Kassetten (kauft heutzutage niemand mehr), USB-Sticks (für Alltägliches), SD-Karten (meist für Digikameras, oder Camcorder), CD/DVD-Rohlinge (kann für vieles verwendet werden) und Festplatten (kann ebenfalls für vieles verwendet werden).

Mindestens 4-fach zahlen:
Mal abgesehen von der Kassette, die heute niemand mehr kauft, zahlen wir also mindestens eine 4-fache Urheberrechtsabgabe. – Die Speichermedien, die ich vergessen habe zu erwähnen, oder noch in Zukunft dazu kommen (zB Cloud?), sind hier noch nicht einkalkuliert.

Die Künstler brauchen das Geld
In einigen älteren Köpfen, geht wohl immer noch das Gerücht um, dass diverse Speichermedien ausschließlich nur für illegal erworbene Musik verwendet wird.
Dass auf einer Festplatte aber das Betriebssystem bereits eine Menge Speicherplatz benötigt, sowie diverse Programme, oder eigene Fotos und Videos, daran hat man noch nicht gedacht.

Die Künstler bekamen beim Kauf der Musik-CD (des Films, oder was auch immer), bereits ihr Gehalt von mir, warum soll ich noch 4 mal zahlen?

Das Problem ist, dass das Geld, was ich beim CD-Kauf ausgegeben habe bei diversen Verwertungsgesellschaften „verloren“ geht und die Künstler dann letzten Endes nur ein paar Prozent davon bekommen.

Anstatt den eigenen Fans und Kunden noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, sollten Künstler sich an ihre Verwertungsgesellschaft/Labels (oder wer auch immer das meiste davon einsackt) wenden und dort das Gehalt einverlangen.

Wenn dies nicht akzeptiert wird, sollten Künstler von ihren Vertrag zurücktreten und lieber selbst vermarkten, so kann man als Musiker seine Musik inzwischen schon einfach über Amazon, iTunes, Eigene Homepage, etc. anbieten. – Zwar kassieren hier dann iTunes und Amazon einen prozentualen Teil davon, aber immerhin hosten die die Musik ja auch und stellen den Shop, sowie zahlreiche vorhandene und potentielle Kunden zur Verfügung.

Die Werbung kann man heute einfach über Soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ und Twitter machen.
Falls man sich nicht um all das kümmern will, kann man ja noch immer eine Person einstellen, die sich darum kümmert.

Künstler im Internet:

Im Internet ist eigentlich jeder in irgendeiner Form kreativ, ob es nun Musik, Bilder, Texte, oder Videos sind, hat eigentlich schon jeder irgendetwas kreatives bewirkt.
Sollten diese nicht auch etwas von der Abgabe abbekommen?

Theoretisch könnte auch jede Firma, die zB ein Programm entwickelt, eine Abgabe verlangen, da ja hier auch die Möglichkeit besteht, dass diese illegal auf diversen Speichermedien verbreitet werden könnten.

Sogar ich könnte etwas davon abbekommen, immerhin muss ich mich ja fürchten, dass das Bild neben den obigen Absatz illegal auf diversen Speichermedien abgespeichert werden könnte.

Also, her mit der Kohle!

Internetabgabe zahlen, aber dafür straflos up/downloaden dürfen?

Die Grünen wollen eine Internetabgabe einführen, die sämtliche Up/Downloads straffrei macht. (PS: Downloads sind in Österreich bereits straffrei, also betrifft dies eigentlich nur die Uploads)

Also eine Pauschalgebühr von 5 €uro im Monat, aber dafür muss man sich nie wieder um das Urheberrecht irgendwelche Gedanken machen und die Künstler hätten auch etwas davon.

Eigentlich keine schlechte Idee, allerdings hat die Sache nur einen kleinen Haken:
Nicht jeder Internetuser lädt Musik/Filme runter (bzw. rauf), daher würden auch komplett „Unschuldige“ User davon betroffen sein.

Eine bessere Idee; basierend auf die monatliche Zusatzpauschale (aber freiwillig):
Internetprovider sollten eine Option einführen, die den Kunden 5 Euro im Monat kostet.
Diese Option ist für die Kunden absolut freiwillig.
Jeder Kunde der diese Option bei seinen Internetprovider bestellt hat und somit auch die Pauschale zahlt, darf Musik/Filme, etc. kostenlos hoch- oder runterladen, egal aus welcher Quelle diese Daten bezogen werden.
Somit müssten Kunden, die sowieso nie „illegales“ Down/Uploaden keine Extragebühr für Nix bezahlen.
Und Kunden, die diese Option haben, haben die totale Freiheit darüber. Der Provider müsste diese Gebühr (5 Euro) zu 100% an die Industrie/Künstler weitergeben.

Wie würden dann zukünftig die Abfragen zwischen Contentindustrie/Künstler und Provider ablaufen?
Ganz Einfach: Die Industrie durchstöbert ja quasi die Tauschnetzwerke und wenn eine IP-Adresse ein geschütztes Material für Andere zum Download anbietet, kontaktiert sie den jeweiligen Provider dieser IP-Adresse.
Bis zu diesen Punkt ändert sich ja auch nichts, das ist ja bis jetzt auch so der Fall: Die Industrie nimmt einfach nur Kontakt mit dem Provider auf.

Der Provider sieht nach, ob der Kunde dieser IP-Adresse auch die -oben genannte- Option hat.
Hat der Kunde diese Option, dann hat sich das erledigt. Es werden keine Daten des Kunden weitergegeben, da der Kunde den Filetransfer ja mit der Pauschale legal durchgeführt hat.
Hat der Kunde diese Option nicht, so können dann (wie gehabt) eventuelle, weitere (rechtliche) Schritte durchgeführt werden.

Somit müssten nur die Zahlen, die auch wirklich davon Gebrauch machen können.

kino.to für (Wiener) UPC Kunden nun wirklich gesperrt (Updated)

UPDATE: kino.to wurde von der Polizei vom Netz genommen, daher ist diese Seite für niemanden mehr erreichbar und daher nutzen auch die (unten beschriebenen) Umgehungsmöglichkeiten (Proxy, TORproject, etc.) nichts mehr.  – Mehr Informationen hier

Wer bereits versucht hat die Seite kino.to zu betreten, wird festgestellt haben, dass die Seite nun nicht mehr erreichbar ist (seit 27.05.2011).
Es ladet ewig und anschließend kommt die Meldung dass die Seite nicht erreichbar ist.

Als Ersatzdomain hat der Betreiber von kino.to bereits moviestream.to eingerichtet, das ist exakt die selbe Seite, nur eben eine andere Domain, diese ist nicht gesperrt. Und wenn die VAP diese sperren möchte, wäre es vermutlich wieder ein langwieriger Aufwand (immerhin hat es mehr als 6 Monate gedauert, bis das (vorübergehende) Urteil gesprochen wurde).
Natürlich kann man auch das TORprojekt oder andere/ähnliche Dienste verwenden, sollte man auf die Idee kommen noch mehr Seiten zu sperren.

Die Sperre betrifft nur Wiener UPC Kunden (Nur Kabelkunden, Inodekunden sind davon nicht betroffen), da die Klage auch nur gegen die Wiener UPC ging und nicht gegen die Bundesländer, somit muss die UPC nur den Zugang für die Wiener Kunden sperren. Zum Glück jedoch, haben die VAPler zu wenig Ahnung von der Materie, denn die Sperre kann schnell umgangen werden, bzw. wurde schon umgangen (durch die Ersatzdomain) – Und dies ist vollkommen legal.

Ende Gut, alles Gut?
Nein, noch nicht. Hier muss man jetzt abwarten, nachdem die UPC sich hier natürlich zu Wehr setzen wird, muss man gespannt abwarten, was dabei rauskommt. Ich bin davon überzeugt, dass die Klage fallen gelassen wird und die Sperre wieder aufgehoben wird.
Die VAP erzeugte mit dieser Klage einen Präsedenzfall und wird damit auch scheitern.
Mir persönlich ist die Seite kino.to vollkommen egal, es geht viel mehr um das Prinzip, sollten Internetsperren durchgehen (egal ob die Anordnung der Sperre ursprünglich vom Staat oder von einer Firma kommt – alle Sperren oder Zensurmaßnahmen sind widerwärtig und nicht zu akzeptieren), dann ist es nur eine Frage der Zeit bis alle „negativen“ Seiten gesperrt wurden. Eine „negative Seite“ kann alles sein: Jemand könnte sagen „Die Seite gefallt mir nicht, sperrt’s die“ und schon würde sie gesperrt werden. Natürlich würde es eine Weile dauern bis es soweit ist, aber es würde dann keine Grenzen mehr geben, was Sperren angeht.

Und wie man sieht, sind Sperren sowieso komplett sinnlos, denn diese können leicht umgangen werden.
Und von der VAP eine wahre Meisterleistung, denn sowohl die alte, als auch die neue Adresse sind nun Bekannter als je zuvor. – Dass sie soviel Verlust machen ist eben ihr eigenes Verschulden.

Update: moviestream.to:
In den letzten Tagen konnte man beobachten, dass auch moviestream.to öfters nicht erreichbar war, man könnte meinen, dass auch diese Seite bereits gesperrt wurde. Dem ist aber nicht so, da die Seite auch dann nicht erreichbar ist, wenn man die Sperre umgeht. Das heißt der Server der auf kino.to umleitet dürfte einfach nur des Öfteren überlastet sein. Wenn also moviestream.to mal nicht funktioniert, dann einfach später nochmal versuchen.

kino.to vollständig vom Netz genommen – Betreiber verhaftet

Wie ich soeben festellen konnte, ist weder kino.to, noch moviestream.to erreichbar.

Für Wiener UPC-Kunden nichts Neues, da der Internetbetreiber die Seite für seine Kunden sperren musste, der Rest von Österreich bzw. der Rest der Welt konnte kino.to aber weiterhin erreichen.

Seit heute kann man kino.to aber von nirgens mehr erreichen, der Grund dafür ist eine Verhaftung.
Die Kriminalpolizei hat die Webseite kino.to und moviestream.to offline genommen.

Derzeit bekommt man als Fehlermeldung, dass die Seite nicht angezeigt werden kann (kino.to), oder „502 Bad Gateway“ (moviestream.to).
Wenn man sich die Cache-Version der Seite ansieht (Google Cache), kann man folgenden Text lesen: (auf das Bild klicken)

Da die Seite somit an der „Quelle“ offline genommen wurde, nutzt auch ein Proxy Server, oder sonstige Umgehungsmöglichkeiten nichts.
Was mit kino.to daher in Zukunft passieren wird, ist fraglich.
Einen ausführlicheren Bericht gibt es auf heise.de.

Ein weiterer Schlag in die Weichteile des Internets (Update: kino.to für Wiener UPC Kunden gesperrt)

Schon im Herbst 2010 klagte die VAP (Verein für Antipiraterie) den Internetbetreiber UPC, da UPC die Seite kino.to nicht sperren wollte.
Jetzt im Mai gab es ein Update dazu. Nun ratet mal, so wie es scheint haben die VAPler dieses mal gewonnen (einstweilige Verfügung).

Bei dieser Klage geht es um die Seite kino.to, dabei handelt es sich um ein Portal, welches nichts anderes als eine Linkseite zu diversen Filmen ist, die Seite streamt keinen Film oder hat auch keine Filme auf ihren eigenen Server. Die Seite verlinkt lediglich auf andere Seiten. (Daher ist auch das Argument welches vor Gericht verwendet wurde eigentlich ungültig, dort argumentierte man damit, dass die Seite diverse Filme streamt, das ist jedoch nicht der Fall).
kino.to zu sperren, ergibt also keinen Sinn, da die einzelnen Videos weiterhin im Web sind.

UPC wurde nun in einer einstwiligen Verfügung dazu verdonnert, die Seite zu sperren.
Was heißt das nun? – Selbst wenn kino.to für dich uninteressant ist, betrifft es trotzdem jeden, da es Sperren von Seiten nicht geben darf und dies Zensur ist. So funktioniert das Internet nun mal nicht, dafür ist es nicht gedacht.
Dass nur UPC verklagt wurde liegt daran, dass man eine Präsedenzfall schaffen wollte um zu sehen wie es ausgeht. Wenn es für die VAP(ler) gut ausgeht, dann werden die anderen Internetprovider und andere Internetseiten folgen.

Nachdem die VAPler es nicht geschafft haben die Seite komplett offline zu nehmen (warum auch, wenn sie nur Links enthält?), zeigen sie nun mit den Finger auf die Internetprovider, da diese dafür „verantwortlich“ seien. Ein Internetprovider ist jedoch nicht verantwortlich für den Inhalt diverser Seiten, das war er noch nie und wird er auch nie sein, da ein Provider auch keinen Einfluss auf den Inhalt hat.
Wenn der Internetprovider nun Seiten sperren muss, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es eine Kettenreaktion auslöst, danach können Seiten wegen jeden Grund gesperrt werden.

Seit über einen Jahrzehnt gibt die Contentindustrie die Schuld ihres Verlustes an andere weiter, seit mehreren Jahren werden diese auf ihre veralteten Geschäftsmodelle aufmerksam gemacht, jedoch ignorieren sie diese. – Nur weil die Contentindustrie unfähig ist ihre „Firma“ zu leiten, sollen andere dafür bezahlen? Wo kommen wir denn da hin?

Leider hat die Contentindustrie viel zu viel Einfluss in die Politik, dadurch schaffen sie es, dass man sogar auf Festplatten bis zu 50 Euro als „Urheberrechtsabgabe“ zahlen muss.
Demnach zahlt man also bereits eine Pauschale weil „die Möglichkeit besteht, dass man illegal geladene Musik und Filme darauf speichert“. Leider kam die Industrie mit diesen Argument tatsächlich durch.
Hätte ich eine Firma die Software programmiert und verkauft, dann würde ich jetzt auch vor Gericht gehen und eine generelle Abgabe auf Festplatten verlangen, immerhin „könnte“ man ja meine Software illegal downloaden und auf der Festplatte speichern.

Ok, wir zahlen also derzeit pauschale Urheberrechtsabgaben auf: Audio-Kasetten/VHS (eher uninteressant heutzutage), Drucker, MP3-Player, CD/DVD Rohlinge, USB-Sticks, SD-Karten und seit kurzem auch auf Festplatten, nur weil die „Möglichkeit besteht“, dass man darauf illegal downgeloadeten Inhalt abspeichern könnte.
Ich würde diese Gebühren als Freigabe für das illegale Downloaden sehen. Warum? Immerhin zahle ich zwangsweise Geld an diese Leute und ich weiß nicht wieso, also muss man natürlich auch was nehmen für die bezahlten „Produkte“ (Ich gehe schließlich auch nicht in ein Geschäft, bezahle ein Produkt und lasse das Produkt dort liegen, wer macht das schon?)

UPDATE, 28.05.: Kino.to für Wiener UPC Kunden gesperrt!
Der Seitenbetreiber hat bereits auf die richterliche Anordnung reagiert (bereits 1 Tag nach der Pressemeldung seitens der VAP) und stellt eine alternative Domain zur Verfügung, nämlich: moviestream.to

Generell empfiehlt es sich auf Proxyserver oder andere VPN Dienste, etc. umzusteigen, wenn man eine „unerreichbare Seite“ erreichen will.
(Beispiel: TORproject)

Ich bezweifle sehr stark, dass sich das ganze durchsetzen wird, und die Seite wieder freigegeben wird, derzeit kann man aber nur abwarten (und mit alternativen Methoden die Sperre umgehen – btw. diese Sperren mit Proxies oder anderen DNS zu umgehen ist vollkommen legal, da es sich einfach nur um Systemeinstellungen handelt, mehr nicht).

VAP verklagt UPC und verlangt Sperre von kino.to

Der VAP (Verein Anti-Piraterie) hat den Internet Provider UPC verklagt, da er den Kunden den Zugriff auf kino.to erlaubt.
kino.to ist eine Streaming Seite auf der man sich auch aktuelle Filme ansehen kann.

Laut eigener Aussage der VAP, haben die User nichts zu befürchten, da das Ansehen/Runterladen nicht illegal ist.
Da der Betreiber der Seite für den VAP nicht auffindbar ist, wird nun der Provider verklagt. UPC -und auch viele andere Provider- hatten in den vergangenen Wochen das Schreiben von der VAP ignoriert, welches aufforderte kino.to zu sperren.

Da kino.to selbst keine Dateien hostet, sondern diese von anderen Betreibern gehostet werden, möchte der VAP nun ca. 1500 IP-Adressen vom Provider UPC sperren lassen.

Das Ironische daran ist, dass der VAP sehr wohl darüber bescheid weiß, dass man diese Sperren leicht umgehen könne, jedoch will man bei den Muserprozess herausfinden, ob nun der Internetprovider dafür haftbar ist oder nicht.

Nein, ist nicht haftbar
Der Provider ist natürlich nicht dafür haftbar.
Andreas Wildberger Generalsekretär von der ISPA argumentiert damit, dass man die ASFINAG auch nicht dafür verantwortlich machen könnte, wenn jemand auf der Autobahn kopierte CD’s/DVD’s transportiert.

Das Sperren einer Seite würde eine Kettenreaktion auslösen.
Denn sollte UPC hier verlieren, müssten natürlich auch alle anderen österreichischen Internetprovider nachziehen und ebenfalls diese Seiten sperren.
Die Kettenreaktion wäre dann, dass jede Organisation/Firma/Person dann eine Seite sperren könnte, wegen eines lächerlichen Grundes.
Politiker könnten dann Seiten sperren lassen, die kritisch über sie berichten. Religiöse Organisationen können dann alle Seiten sperren lassen, die nicht mit ihren Glauben „kompatibel“ sind, usw…

Das ganze würde dann wohl so enden, wie in China. Die Piratenpartei ist ebenfalls nicht gerade sehr erfreut darüber, dass man sich chinesische Zennsur in Österreich wünscht.

Das Sperren/Blockieren von Internetseiten wäre das Ende des freien Internets und der freien Meinungsäußerung, da die oben erwähnte Kettenreaktion nicht lange auf sich warten würde…

YouTube gewinnt gegen Viacom

Wie vor kurzem im YouTube Blog bekannt wurde, gewann YouTube gegen Viacom, da YouTube mit den Rechteinhabern zusammenarbeitete.

Laut GWB wurde Google/YouTube auf 1 Mrd. US $ verklagt, da Viacom meinte, dass diese ihnen einen Umsatzeinsturz bringe und YouTube sich weigere diese offline zu nehmen.

Das Gericht habe jedoch anders entschieden, da YouTube ein System für Rechteinhaber zur Verfügung stellt, die es den Rechteinhabern erlaubt, das Video offline zu nehmen, oder Werbung anzuzeigen (sofern sie beweisen können, dass sie wirklich der Rechteinhaber sind).

PirateBay wendet sich an den Europäischen Gerichtshof

Am 17. April 2009 wurden die vier Betreiber von ThePirateBay.org für schuldig befunden.

Wie sich herausstellte, ist der Richter, Tomas Norström, allerdings in verschiedenen Copyright Organisationen tätig, was den Richter somit befangen macht und hier ein Interessenskonflikt besteht.

Dies wurde nun von einen anderen Richter, Anders Eka, überprüft und „stellte fest“, dass Tomas Norström nicht befangen sei.

Ironischerweise hat sich herausgestellt, dass auch der zweite Richter, Anders Eka, mit der MPAA, sowie mit diversen IFPI-Anwälten zusammenarbeitet und auch dieser befangen ist.

Anders Erka ist allerdings davon überzeugt, dass weder er noch Tomas Norström befangen sind, obwohl beide in Copyright Organisationen tätig sind.

Aufgrund dieser Lügerei wird ThePirateBay.org nun morgen das schwedische Rechtssystem beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anklagen.

Quelle: TPB-Blog